Unser Leitbild

Die Würde des Kindes ist unantastbar. Jedes Kind ist eine individuelle Persönlichkeit und hat Bedürfnisse nach Geborgenheit, Gemeinsamkeit, Emotionalität, Sinnesanreizen, Verständnis und liebevoller Annahme, nach Nahrung und Wohnung. Wir sehen uns als Erwachsene, die die Chance bekommen, einen heranwachsenden Menschen eine Strecke auf seinem Weg zu begleiten. Wir möchten diesen Menschen unterstützen, ihn vor körperlichen und seelischen Schmerzen bewahren und seine Bedürfnisse erfüllen.

Während der Zeit, in der die Kinder mit uns leben, möchten wir ihnen ein Weltbild vermitteln, das geprägt ist von einem demokratischen, sozialen, humanistischen Miteinander.

In unserer Lebensgemeinschaft haben die Erwachsenen Zeit, den Kindern zuzuhören, sie anzunehmen und ihre Ausdrucksformen zu verstehen, sich mit ihnen zu freuen, zu fühlen und zu trauern.

In unserer Lebensgemeinschaft finden Kinder zueinander, zum Spielen und für gemeinsame Erlebnisse, sich zu streiten und zu messen. Es wachsen Bindungen und Freundschaften entstehen.

So können Sie ihre Persönlichkeit weiterentwickeln, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen, Grenzen erfahren, erweitern oder akzeptieren, ihre persönlichen Eigenschaften und ihr Selbstbewusstsein herausbilden.

Fünf Handlungsaspekte als Umsetzungshilfen

Wir haben uns verpflichtet, die Forderung des Leitbildes als ethische Rahmenrichtlinie und somit als zentralen Aspekt unseres sozialen und pädagogischen Handelns ständig zu reflektieren, unsere Arbeit daraus zu bewerten und unter Umständen neu zu gestalten. Es handelt sich um folgende fünf Aspekte:

Haltung

Das Verhalten der Erzieherin und des Erziehers ist Abbild ihrer/seiner momentanen Haltung. Die für den Erziehungsprozess verantwortlichen Personen erhalten sich Offenheit in der Auseinandersetzung und Begegnung mit sich selbst und der Umwelt. Sie sind sich dabei der Grenzen der Wahrnehmung und ihres Verstehens bewusst und bemühen sich um einen Prozesse zunehmenden Verstehens und wachsender Fähigkeit zur Einnahme anderer Perspektiven"

Beziehung

Die Beziehung im erzieherischen Handeln ist eine Wechselbeziehung, in der die besondere Verantwortung der Erzieherinnen und Erzieher darin liegt, dass Elemente wie Rolle, Auftrag, Gestaltung ständig reflektiert werden sollen."

Klarheit

Jeder professionelle Kontakt, ob einmalig oder fortlaufend, wird von Beginn an klar und transparent gestaltet (z.B. Hilfeplanung). Heimerziehung erfolgt im öffentlichen Auftrag und muss daher transparent sowie legitimierbar handeln. Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhauses Osterstedt müssen verdeutlichen können, dass sie bestimmten ethisch-fachlichen Standards im Rahmen einer verbindlichen Berufsethik folgen.

Wir verwirklichen diesen Anspruch insbesondere durch:

  • unser Dokumentationssystem (im Ausbau)
  • Förderpläne
  • Supervision, Selbstkontrolle, externe Fachkräfte

Qualitätsentwicklung

Jede Einrichtung trägt die Verantwortung für die Qualität der Arbeit. Wir verwirklichen diesen Anspruch insbesondere durch:

  • Systematische Verfahren der Qualitätssicherung und -entwicklung
  • Dokumentationssystem
  • Fachliche Kontrolle von außen — u. a. durch Supervision
  • kollegiale Selbstkontrolle
  • Einbindung von externen Qualitätsbeauftragten

Dialog

Ethische Normen und Werte wachsen aus dem Zusammenleben von Menschen und werden in einem Aushandlungsprozess ständig geprüft. In verschiedenen Lebenswelten gibt es verschiedene ethische Systeme. Bei Konflikten zwischen diesen Systemen ist ein Dialog herzustellen. Jede Einrichtung hat die Aufgabe, Raum für diesen Dialog zu bieten.

Wir verwirklichen diesen Anspruch insbesondere durch:

  • Dialog zwischen und mit den Kindern und Jugendlichen
  • Dialog zwischen Einrichtung und Eltern

Ausführlichere Informationen hierzu lesen Sie in der
Leistungsvereinbarung, ungekürzte Fassung; Stand: August 2013